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UM vs Sat

Hier geht es um die HDTV-Angebote im Kabelnetz von Unitymedia und Kabel BW.

Re: UM vs Sat

Beitragvon TVS » 25.11.2010, 22:17

Wenn man davon ausgeht, das jeder der Thread-Schreiber ein Auto fährt und Kraftstoff tankt, dann finanziert auch jeder die Privaten mit....... :smile:
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Re: UM vs Sat

Beitragvon SpaceRat » 26.11.2010, 06:24

Interessiert sich eigentlich noch irgendjemand für das ursprüngliche Thema?

Mein Votum ist übrigens "Sat", zumindest für Hausbesitzer.

Vorteile Sat:
+ Ich als Errichter der Anlage bestimme, was ich sehen will. Astra, Eurobird, Hotbird, you name it.
+ größere Auswahl an und günstigere Preise für Receiver, die üblicherweise auch besser sind als die für Kabel
+ Mittelfristig günstiger. Bei 17,90 EUR/mtl. für Kabel rechnet sich auch die aufwendigste Sat-Anlage früher oder später immer. Bei unserer (100cm-Spiegel, 2 LNBs, 2 Multischalter mit insgesamt 24 Ausgängen und dementsprechend 12 Dosen) beträgt die Amortisationszeit halt fünf Jahre, von denen aber mehr als zwei schon rum sind.

Nachteile Sat:
- Man muß sich die Anfangsinvestition leisten können oder sich die Anlage in Etappen aufbauen
- Schlechterer Radio-Empfang an Geräten mit klassischem Antenneneingang (I.d.R. hängt man dafür eine klassische UKW-Dachantenne mit an den Sat-Mast, aber selbst das lassen die meisten Privatkunden und arbeiten mit normalen Wurf- und Ausziehantennen, brrr). Im Zeitalter von Webradio und natürlich auch der Möglichkeit, die meisten Sender digital über einen Sat-Receiver zu empfangen, nicht das Killerkriterium, aber ich wollte es nicht unter den Tisch fallen lassen.
- In Ausnahmefällen mangels Sicht auf Astra nicht realistisch machbar
- Das volle Risiko liegt beim Betreiber, also bei mir selber. Reißt mir das Ding vom Dach, bleibt es an mir, die Anlage zu reparieren.

Vorteile Kabel:
+ Keine größere Einstiegsinvestition
+ Einfachere und günstigere Möglichkeit des Abonnements der viertklassigen Privatsender wie RTL living, RTL crime, Sat.1 Comedy, Kabel 1 classics (IMHO ein Widerspruch in sich, auf dem normalen Kabel 1 kommen doch schon die angestaubten Kamellen), TNT Serie, Fox, ... Ich würde für den Müll auch keine 6 oder 7 EUR im Monat ausgeben, die es bei UM kostet, aber für den, der es haben will, ist es damit immer noch günstiger als über Sat, wo es wohl nur indirekt als "Sky Welt Extra" für mindestens 32,90 EUR (16,90 für Sky Welt+zwangsweise ein Paket, weil man sonst nicht an Sky Welt Extra kommt) zu haben ist.
+ analoges Radio per Kabel
+ Man ist Endkunde, der einfach auf Erfüllung pochen kann. Wenn UM eine Sat-Anlage ausfällt (Die holen das TV genauso per Sat rein, wie der private Sat-Kunde auch, nur ggü. Baumarktschrott mit besserer Hardware und die vermutlich auch redundant), dann ist das deren Problem und nicht meins.

Abwägung der Vor- und Nachteile:
Die Investitionskosten für eine Sat-Anlage kommen früher oder später immer wieder rein, so daß das eine reine Frage des Willens ist, sich das Geld einmalig zurückzulegen. Die beschriebene Anlage wäre für Normalsterbliche (Ohne Connections ins E-Handwerk :) und Eigenleistung) zwar etwas teurer gewesen, sie ist allerdings auch die größte Anlage, die der örtliche Radio-/Fernsehhändler (Der mir die Schüssel auf's Dach setzen mußte, da ich Höhenangst habe) je in einem Privathaushalt gesehen hat. 12 Dosen bedeutet nämlich, daß selbst Bad, Küche und Abstellraum eine haben und die meisten anderen Zimmer zwei gegenüberliegende, falls man später mal das Mobiliar umstellt. Und mit den zwei LNBs werden eben auch zwei Satelliten anvisiert, weshalb die Multischalter 9 statt 5 Eingänge haben müssen. Dimensioniert man etwas bescheidener (Ein Satellit und nur Wohnzimmer+Schlafzimmer+2 weitere Zimmer, z.B. Kinderzimmer = 4 Dosen), dann kommt man mit einem LNB, einem Multischalter mit 5 Ein- und 8 Ausgängen, entsprechend nur 4 Dosen und somit auch als Normalsterblicher mit 1000 EUR aus.

Manch einer mag jetzt die Receiver einwerfen, die habe ich aber aus gutem Grund außen vor gelassen:
Der Popels-Standardreceiver ist für Sat-Verwöhnte keine 33 EUR wert, denn dafür kriegt man einen digitalen Sat-Receiver mit PVR-Option per USB 2.0, bei 57 EUR hat man zusätzlich schon HDMI.
Bei einem Ersatz für die HD-Box ist die Zeit zwar deutlich länger, bis sich der Kauf rechnet (Vergleichen müßte man mit einem Humax iCord, einem Topf, einem Technisat HD S2 oder einer Dreambox, womit wir von etwa 370-450 EUR und damit 5-6 Jahren Amortisationszeit sprechen), allerdings kriegt man dafür auch etwas mehr. Bei den genannten Modellen funktioniert nämlich das Ethernet, man mußte nicht monatelang auf die Freischaltung der PVR-Funktion warten und die Dinger sind in schwarz erhältlich. Was ich auf meinem iCord aufnehme, kann ich mir also auch problemlos per Netzwerk auf den PC ziehen und dort weiterbearbeiten und/oder angucken, während die Kabelnutzer ja noch - unerlaubt, weil fremdes Eigentum - erfolglos an der HD-Box rumschrauben. Ein nur gemieteter PVR wäre mir eh suspekt, vor allem, da nicht vorgesehen ist, die Aufnahmen runterziehen zu können. Wenn ich die Miete also kündigen will, muß ich den ja termingerecht "leergeguckt" haben.
Außerdem fällt die Amortisationszeit deutlich kürzer aus, sobald die Sat-Anlage an sich "verrechnet" ist, ab da kann man nämlich zusätzlich auch die 17,90 EUR/mtl. für den Kabelanschluß an sich gegen absolut alle Ausgaben für die Sat-Anlage gegenrechnen und das sind eben nur noch neue Receiver und schlimmstenfalls alle 10-20 Jahre evtl. ein neuer Spiegel.

Langfristig sieht die Kalkulation damit also so aus:
Wir haben Sat seit 2004, da allerdings in einer Mietwohnung. Tun wir aber mal so, als hätte ich die Anlage damals schon im eigenen Haus installiert, um eine längerfristige Kalkulation aufstellen zu können.
2004: 1000 EUR für die Anlage zzgl. 350 EUR für einen Twin-Digital-Sat-Receiver mit PVR (Damals gab es sowas bei UM noch gar nicht, den Technologievorsprung muß man aber eigentlich mit berücksichtigen) = 1350 EUR
2005: einfacher Digital-Receiver für's Schlafzimmer: 30 EUR
2008: 400 EUR für einen neuen HD-Twin-Sat-Receiver mit PVR (Übrigens auch wieder ein Technologievorsprung, bei UM war damals SD Stand der Dinge)
Macht in Summe 1780 EUR, oder für jedes Jahr 296,67 EUR oder 24,72 EUR/mtl.
Per Kabel hätte mich der Spaß in der gleichen Zeit 1504,80 EUR gekostet und da ist schon für die gesamte Zeit der alte Preis von 15,90 EUR für Kabel Digital gerechnet, sowie nur 5 EUR zusätzlich für den PVR, auch wenn der 2004 noch Zukunftsmusik war.
D.h. selbst wenn ich vernachlässige, daß mir bei Kabel der alte Digital-Receiver immer noch nicht gehören würde (Der für Sat ist aber eben nicht kaputt und damit weg, sondern ins Schlafzimmer gewandert und der einfache ins Bad), dauert es kein Jahr mehr und ich mache mit Sat Plus. Die stetigen Preiserhöhungen bei Kabel und den zusätzlichen Receiver mitgerechnet bin ich es wahrscheinlich schon jetzt.
Selbst Receiver, die kaputtgehen, ändern da nichts dran: Bei Kabel hätte ich sie ab dem 2. PVR ja gar nicht oder müßte sie immer weiter mieten, gehören tun sie mir nie. Sobald aber die Anlage an sich "abbezahlt" ist, beträgt die Amortisationsdauer auch nur noch gut zwei Jahre, es müßte also schon mit dem Teufel zugehen, damit sich die Sat-Anlage wegen Receiverausfällen nicht lohnt (Es müßte ja wirklich jeder Receiver unmittelbar nach der Garantie verrecken).

Solange ich also nicht - neben FreeTV und GEZ-TV - nur die "Billig-Pay-TV"-Anbieter sehen will und daher bei Kabel mit 6-7 EUR im Vergleich zu 32,90 EUR bei Sky wegkomme, sprechen die Kosten immer für Sat.

Die (selten) fehlende Sicht auf Astra ist natürlich ein Killerkriterium. Aber entweder hat man sie oder eben nicht, da braucht man nicht drüber zu diskutieren.

Am Ende steht unter'm Strich: 17,90 EUR und mehr jeden Monat für Kabel primär für analogen Radio-Empfang und die zweifelhafte (weil sich unter'm Strich nicht rechnende, s.o.) Sicherheit von Mietgeräten, einen Ersatz zu kriegen.

Über den angeblich bei Sat ausfallenden Empfang bei Regen oder Sturm zu reden verbietet eigentlich die Höflichkeit, ich tu's aber trotzdem: So ein oberdämlicher Schwachfug.
Klar, wenn man den 40cm-Spiegel schlecht ausgerichtet mit 'nem Kaugummi an die Fassade klebt, dann kann das passieren. Wenn man aber nicht will, daß das passiert, dann läßt man die Anlage vom Fachmann errichten und hat das Problem nicht oder nur bei Wetterlagen, bei der man andere Probleme hat. Seit 2008 hatten wir genau ein Mal eine Wetterlage, bei der wir leichte Artefaktbildung hatten. In dieser Nacht mußten jedoch die Stadt bzw. der Landschaftsverband auch entwurzelte und abgeknickte Bäume von den Straßen kratzen. Im selben Zeitraum (Also 2008-heute) hatte aber halb NRW per UM stundenlang keinen Empfang, weil irgendwo 100km entfernt ein Bagger ein UM-Kabel durchgebaggert hat, von einzelnen Artefakten, die auch bei UM immer wieder mal vorkommen, reden wir mal gar nicht.
Vor 2004 hatte ich auch öfter das Testbild von ish bzw. Unitymedia zu Gesicht bekommen, als zwischen 2004 und 2008 in der Mietwohnung Artefakte. Dort kamen sie zwar öfter vor als an unserer eigenen Anlage, aber die in der Mietwohnung wurde ja auch von einem örtlichen Elektriker errichtet und die können halt gegen Bonner Elektriker nicht anstinken.
Mit anderen Worten: Den Spiegel ordentlich dimensioniert und ausgerichtet sowie eine vernünftige Mastbefestigung verwendet und die Gefahr von Ausfällen/Bildstörungen ist minimal und eher geringer als bei Kabel, denn bei Kabel kommt zu den Sat-Anlagen(!), die eben bei aller Professionalität und Redundanz auch nicht 100% ausfallsicher sein können, mit denen der Kabelnetzbetreiber das Programm vom Himmel holt noch der gesamte Kabelweg zum Endkunden hinzu und den wird früher oder später auch ein Baggerfahrer finden. Das muß nicht wie erwähnt ein für halb NRW bedeutsames Hauptkabel sein, sondern auch deutlich näher am Endkunden, z.B. während weiter oben in der Straße/woanders im Ort/im Nachbarort! jemand Gas kriegt, ein Wasserrohrbruch behoben wird, oder oder oder.

In der Realität ist die Empfangssicherheit nichts anderes als eine Scheißhausparole diverser Kabelnetzbetreiber.
Von daher rechne ich es Unitymedia und Kabel Deutschland schon hoch an, daß die einen nicht mit einem Kabelanschluß für TV zwangsbeglücken wollen (Wie es es KabelBW tut), wenn man eigentlich nur Internet von denen haben will.

Aber wo wir grad bei Unitymedia sind:
Um mal die hier erwähnten Halb- und Unwahrheiten auszuräumen:

Unitymedia hat geschrieben:TV per Satellit sehen heißt vor allem Zugeständnisse machen

Zugeständnisse macht man wohl eher bei Kabel ...
- z.B, bzgl. der Anzahl der Sender und ab wann sie endlich eingespeist werden
- oder bei der Auswahl und Güte der Receiver, denn gute DVB-S2-Receiver gibt es in großer Auswahl zu vergleichsweise günstigen Preisen zu kaufen, während man bei Kabel schon fast an das gebunden ist, was einem der KNB vor die Füße wirft

Unitymedia hat geschrieben:Inzwischen ist deutlich geworden, dass das Kabel der Königsweg in der Medienversorgung bleibt – für Mieter und Vermieter. Während nämlich das Kabelsignal in jeder Wohnung beliebig oft zur Verfügung steht, fordert die Sat-Anlage viele Zugeständnisse. Etwa, wenn nur ein TV-Gerät pro Wohnung anschließbar ist oder wenn der Videorekorder nur das Programm aufzeichnet, das man gerade sieht.

Das ist natürlich hanebüchener Blödsinn.
Einerseits stehen die KNB vor dem Problem, daß die veraltete Baumstruktur im Haus kaum für Internet und teilweise nicht einmal für reines Digitalfernsehen taugt, andererseits preisen sie hier diese überholte Struktur nach wie vor an.
Die Realität sieht aber so aus: Für störungsfreies Digital-TV und Internet via Kabel brauchen die KNB eine Sternstruktur ... also dieselbe Struktur wie sie üblicherweise bei Sat verwendet wird. Ironie: Wenn ich mit meinem Kabelanschluß an die Stelle komme, wo mein Multischalter für Sat liegt, ist eine Sat-Installation besser für modernes BK geeignet als wenn ich mit einer typischen BK-Kabel-Altinstallation konfrontiert werde!
In beiden Fällen habe ich natürlich nur da einen TV-Anschluß, wo ich auch einen hinlege.
Einziger Unterschied: Für Sat lege ich normalerweise Twin-Coax, für BK reicht ein einfaches Coax. Das Twin-Coax vs. einfaches Coax ist aber nicht der wesentliche Kostenfaktor bei der Installation.
Übrigens lassen sich per Sat auch mit einfachem Coax mehrere Sender (Eigentlich: Transponder) gleichzeitig nutzen, die Lösung heißt Unicable. Da aber Unicable-Receiver seltener sind als herkömmliche Receiver, die für zwei Transponder auch zwei Zuführungen brauchen, würde ich eine Neuinstallation nie auf Unicable auslegen.
Moderne Sat-Receiver können übrigens bis zu vier Aufnahmen gleichzeitig, solange je zwei Sender auch auf einem Transponder liegen. Meist liegen alle Sender einer Sendergruppe auf einem Transponder, also z.B. RTL+RTL2+vox+SuperRTL und Pro7+Sat1+Kabel1, so daß ich problemlos RTL+vox+Pro7+Sat1 aufnehmen kann. Erst wenn noch ein Transponder hinzukommt, also z.B. ARD und/oder ZDF, macht der Receiver die Grätsche, erst hier hätte also Kabel einen Vorteil, wenn die HD-Box denn mehr als zwei Aufnahmen könnte ... so lange das nicht der Fall ist, ist Sat also sogar noch im Vorteil.
Weitere Receivern an anderen Dosen sind übrigens wieder völlig frei, ein zweiter iCord könnte also nochmals bis zu 4 (Völlig andere) Sender aufzeichnen ...

Unitymedia hat geschrieben:Auch der Vermieter muss mit den eingeschränkten Möglichkeiten leben, besonders wenn es sich um eine „Gemeinschaftsschüssel“ handelt. Von grenzenloser Programmauswahl kann hier zunächst keine Rede sein, es sei denn, die bestehende Anlage wird aufgerüstet, weil mit der Programmanzahl die technischen Anforderungen steigen. Dies bedeutet somit zusätzliche Kosten für den Vermieter – die nochmal steigen, wenn auf digitale Technik umgestellt wird.

Die digitale Technik ist bei Sat seit Jahren Stand der Technik, nur Kabel hinkt hinterher. Ausgetauscht werden müßten übrigens bei einer Altanlage der LNB bzw. die LNBs und die Multischalter.
Es ist also eigentlich schon fast als unverschämt zu bezeichnen, wenn UM bzgl. einer heute zu errichtenden Anlage zukünftige Kosten für eine zukünftige Digitalumrüstung androht. Selbst in Baumärkten wurden zuletzt in 2004 noch analoge Geräte verramscht, spätestens seitdem ist jede vernünftig neu errichtete Anlage eh digitaltauglich und spätestens am 30. April 2012 wird es per analogem Sat dunkel. Dann nämlich werden selbst die GEZ-Monster nichts mehr analog ausstrahlen.

Unitymedia hat geschrieben:Auch wirtschaftlich die beste Lösung für die Zukunft
Neben Betriebssicherheit und Wartungsaufwand macht das Kabel auch in puncto Zukunftssicherheit das Rennen: Der Wechsel von analog zu digital wird fortschreiten – die Umrüstungskosten hierfür trägt der Kabelnetzbetreiber, nicht der Vermieter. Auch Urheberrechtsabgaben und Einspeiseverträge mit TV-Sendern bleiben Sache des Kabelnetzbetreibers, ebenso die Sorge um die sich wandelnde Mediengesetzgebung.

Panikmache. Wie gesagt, seit Jahren sind neu errichtete Anlagen digitaltauglich und alte leicht nachzurüsten, sofern man nicht baulich groben Unfug getrieben hat.

Unitymedia hat geschrieben:Wetterfestes Fernsehvergnügen durch Kabelanschluss
Unwetter über Hessen und NRW – kein Problem mit einem Kabelanschluss. Sat-Anlagen offenbaren bei Sturm und Starkregen ihre verwundbare Seite. Schon kräftiger Niederschlag kann die Empfangsqualität beeinträchtigen, zudem ist sie besonders anfällig bei Sturm.

Wie schon dargelegt ist das eine Scheißhausparole. Eine anständig befestigte Sat-Schüssel wird nicht öfter gestört sein oder ausfallen als ein Kabel-Anschluß, nach meiner Erfahrung sogar eher seltener. Und da auch die KNB das Fernsehprogramm de facto per Sat reinholen, sind auch diese nicht vor Extremwetterlagen gefeit ...

Unitymedia hat geschrieben:Schichtbetrieb für störungsfreien Empfang
Nach einer Veröffentlichung der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft sorgen Anbauten wie Satellitenantennen in den letzten Jahren für eine erhöhte Schadenanfälligkeit der Gebäude. 65% der Naturkatastrophen in Deutschland sind auf Gewitter- und Hagelstürme zurückzuführen – auch in „durchschnittlichen“ Jahren eine Schadenbelastung von mehreren Millionen Euro.

TV-Versorgung via Kabel hat sich durch ihre Wetterunabhängigkeit und Stabilität auch bei Regen, Sturm und Hagelschlag bewährt. Diese Sicherheit kommt in unserem Kabelnetz nicht von ungefähr, sondern aus unserem Network Operations Center in Kerpen. Dort sorgen 80 Mitarbeiter im Schichtbetrieb mit modernsten Sicherungssystemen für störungsfreies TV, Radio und Internet – selbst bei extremen Wetterlagen.

... Schichtbetrieb hin oder her.
Wenn mir die Stadtwerke beim Beheben eines Wasserrohrbruchs oder eines Gaslecks oder beim Legen eines neuen Anschlusses irgendwo halbwegs in der Nähe das BK-Kabel durchtrennen, habe ich einen Totalausfall. Der Schichtdienst, der dann rausdüst, kann die nur verkürzen, während es diese Störung bei Sat gar nicht gäbe, weil es dabei gar kein Kabel in der Straße gibt. Angebaggerte Kabel sind aber eben nicht so selten, wie man als BK-Kunde hoffen mag. Meine Eltern haben z.B. beim Bau unseres Hauses auch das BK-Kabel durchtrennt, es liegt nämlich ohne Berechtigung (Grunddienstbarkeit) dort und deshalb wußte keiner davon. Bis heute gibt es eine Muffe im Haus, an die ich problemlos 24h/7 Tage drankomme, Unitymedia aber gar nicht, wenn wir das nicht wollen. Will heißen: Ich kann und darf jederzeit mit einer Kabelschere den Rest der Straße vom TV-Kabel trennen und Unitymedia müßte ein neues Kabel um unser Haus herum vergraben. Bei einer solch planvollen Verlegung über Privatgrund ohne Eintragung einer Grunddienstbarkeit kann man sich ausmalen, daß immer mal wieder mehrere TV-Anschlüsse ausfallen, weil irgendeiner sonstwo auf die Idee kommt, eine Zisterne im Garten zu vergraben, sich Gas legen zu lassen o.ä.

Übrigens: Bei der Großstörung in NRW konnte UM nur einen Teil des Netzes halbwegs zeitnah mit Fernsehen versorgen. Es gibt nämlich nur vier .... mobile Sat-Anlagen ... mit denen UM abgekappte Netzabschnitte hilfsweise einspeisen kann. Aus irgendeinem Grund reichte das nicht für die gesamte sechsstellige Kundenzahl, um wenigstens das Fernsehen wieder einzuspeisen. Und auch für die, die über diesen Behelf fernsehen konnten, war Internet und Telefon tot.

Mit anderen Worten: Die KNB erzählen viel Müll über eine Technik, die sie selber nutzen, um das TV-Signal ins Netz zu kriegen.
Und bei einer ordentlichen Sat-Anlage kompensiert das entfallende Risiko eines Kabelschadens immer die etwas höhere Anfälligkeit der privaten 80-120cm-Spiegel ggü. denen von UM, hier eine Aufnahme des UM-Geländes in Kerpen:
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Receiver/TV:
  • Vu+ Duo² 4xDVB-S2 / OpenATV 4.2@Samsung 50" Plasma
  • Vu+ Solo² / OpenATV 4.2@Samsung 32" TFT
  • DVBSky S2-Twin-Tuner PCIe@Samsung SyncMaster T240HD (PC)
  • TechniSat SkyStar HD 2@Medion 17" (2.PC)
Pay-TV: Schwarzfunk, Redlight HD Elite+Astra, Brazzers, Frenchlover, HalloTV, HD-, Sky
Fon: VF Komfort-Classic (ISDN), Siemens S79H+S1+Telekom Modula+Siedle DoorCom Analog@F!B 7390
Internet: UM 1play 100 / Cisco EPC3212+F!B 7390 / IPv4 (UM) + IPv6 (SixXS)
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Re: UM vs Sat

Beitragvon Moses » 26.11.2010, 10:19

Ein Argument, was man bei der Kabel / Sat Problematik nicht unbedingt vergessen sollte: In beiden Fällen ist man von einem einzelnen Unternehmen abhängig. Das blenden viele aus, wenn es um Sat geht, aber faktisch ist man für deutsches TV da von Astra abhängig, was insbesondere in der Grundverschlüsselungsfrage eine wichtige Rolle spielt. Mir persönlich ist die "normale" Verschlüsselung von UM lieber als HD+. Und dass HD+ bei Astra die Zukunft ist, wenn die SD-Sender abgeschaltet werden, steht außer Frage.

Meiner Meinung nach ein Killerkriterium für Kabel:
Ich kann so viele Endgeräte, wie ich will, an eine Steckdose klemmen. Das ist bei Satanlagen nunmal nicht möglich. Wenn du zwei DVB-S Tuner vernünftig betreiben willst (z.B. in einem Festplattenreceiver), brauchst du auch zwei Kabel zum LNB/Switch (Was "Twin-Coax" im Prinzip ist). Klar, es gibt "Einkabellösungen", aber die sind doch sehr Herstellerspezifisch, wenn man alles vom gleichen Hersteller gekauft hat, dann mag das gehen (weitere Abhängigkeit, Auswahl an Receivern extrem eingeschränkt), aber wünschenswert ist sowas sicherlich nicht.

Ein anderes Kriterium, was wahrscheinlich vielen Kabelkunden gefällt: Solange es noch analoges Kabel gibt, kannst du jeden TV einfach an die Buchse hängen und hast TV. Das ist meiner Meinung nach auch der Hauptgrund für die schleppende Digitalisierung im Kabel und wird sich mit mehr und mehr DVB-C Tunern in den Geräten auch legen. Interessant ist übrigens, dass es relativ wenig Geräte mit eingebauten DVB-S Tunern gibt.

Natürlich ist es auch, gerade für Technik-versierte Menschen mit etwas handwerklichem Geschick ein unbestreitbarer Vorteil die komplette Kontrolle über die Anlage zu haben. :) Mir persönlich geht's da so: Ich liebe es rum zu basteln, aber sobald es ans "Kabel ziehen durchs halbe Haus" geht, hört der Spaß auf und die Idee ist begraben. Das ist je nach Haus/Wohnung schon ein immenser Aufwand, den man am besten schon beim Neubau/einer Renovierung mit einplant. Für bestehende Wohnungen/bewohnte Häuser halte ich das schon für sehr schwierig das vernünftig zu machen.

Ich hab im Moment beides und möchte beides nicht missen (was beim bald anstehenden Umzug etwas schwierig werden dürfte, da dort die Sicht nach 19.2° Osten ziemlich eingeschränkt ist... :(). Bei mir geht eh alles direkt in den Rechner, der mit 7 Tunern ausgestattet ist (3 DVB-C, 4 DVB-S2) und wird von da per Netzwerk "verteilt" an den HTPC im Wohnzimmer (kleine Wohnung). ;) Ich muss sagen, dass ich für Live-TV so weit es geht auf die DVB-C Tuner zurück greife, da die einfach nen ganzes Stück schneller schalten. Ich weiß nicht, ob das immer so ist... aber bisher hab ich noch keine DVB-S Hardware für den PC gefunden, die so schnell schaltet, wie normale DVB-C Hardware... sehr merkwürdig. Bei Receivern ist mir das bisher noch nicht so aufgefallen, die waren eigentlich alle eher "lahm". ;)
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Re: UM vs Sat

Beitragvon SpaceRat » 27.11.2010, 12:12

Moses hat geschrieben:Ein Argument, was man bei der Kabel / Sat Problematik nicht unbedingt vergessen sollte: In beiden Fällen ist man von einem einzelnen Unternehmen abhängig. Das blenden viele aus, wenn es um Sat geht, aber faktisch ist man für deutsches TV da von Astra abhängig, was insbesondere in der Grundverschlüsselungsfrage eine wichtige Rolle spielt.

Da das in beiden Fällen gilt, ist das weder Vor- noch Nachteil für die beiden Möglichkeiten.

Moses hat geschrieben:Mir persönlich ist die "normale" Verschlüsselung von UM lieber als HD+. Und dass HD+ bei Astra die Zukunft ist, wenn die SD-Sender abgeschaltet werden, steht außer Frage.

Nun, ich kann nur den Ist-Zustand beurteilen. Und der ist eben so, daß ich bei UM schon SmartCards für Sender brauche, die ich mir per Sat einfach so vom Himmel hole, nämlich eigentlich alle außer dem dt. Zwangs-Pay-TV. Status Quo bei Sat hingegen ist, daß ich mir einfach einen Receiver kaufe und fernsehen kann.
Bei uns hieße das: PVRs im Wohnzimmer und Schlafzimmer = 2x6 EUR, plus DVB-Karte im PC (3,90 EUR für die SmartCard), plus einfacher Receiver in der "Einliegerwohnung" (In den 17,90 EUR "Grundgebühr" enthalten). Damit wäre ich bei 33,80 EUR jeden Monat. Für den selten benutzten Receiver im Bad ist da schon eingeplant, die SmartCard aus einem anderen Gerät bei Bedarf einzuwechseln, sonst wären es 37,70 EUR mtl.
Ich kann das beim besten Willen nicht besser finden, als mit einfachen FTA-Receivern für einmalige 33 EUR direkt und (auf absehbare Zeit) dauerhaft fernsehen zu können.

Natürlich könnte sich das ändern, indem man die SD-Sender abschaltet ... aber ob das wirklich so bald passiert? Nach wie vor werden Unmengen an DVB-S-Receivern (Ohne HD und auch oftmals ohne CI-Slot, also für den reinen FTA-Empfang) verkauft, so daß ich nicht sehe, daß die Abschaltung der SD-Sender allzu schnell droht, wenn die Sender nicht den größten Teil der Zuschauer ausschließen wollen. Hier im Haus ist nur ein einziger Receiver HD+-fähig und das auch nur mit Legacy-HD+-Modul für CI (Und ich werde einen Teufel tun und das holen, wenn überhaupt, dann das Unicam), bei meinen Eltern keiner und ich denke mal, damit stehen wir nicht alleine da.

Das muß Astra auch klar sein, daß bei einer Abschaltung der SD-Sender die Karten neu gemischt würden: Wenn ich mit der DVB-S2-Karte im PC und drei von vier Receivern nichts mehr anfangen kann, eigentlich sogar allen vier, weil ich für den vierten Modul und Karte für HD+ nicht habe, dann stehe ich hier sozusagen jungfräulich vor einer ganz neuen Situation. Es kostet mich keine 10 Minuten, das BK-Signal von Unitymedia in den Multischalter einzuspeisen. Wenn ich also irgendwann mit einem Receiver-Komplettaustausch konfrontiert würde, kann ich mich immer noch genauso gut dafür entscheiden, dafür bei UM anzurufen.

Aktueller Stand ist aber eben, daß ich bei UM 6 EUR mtl. allein für einen verkrüppelten PVR bezahle (Denn die Aufnahmen kriege ich da nicht runter, im Gegensatz zu denen auf meinem iCord) und mind. 3,90 EUR für jeden einfachen Receiver (bzw. die Smartcard dafür), zzgl. der monatlichen Kabelgebühr. Da rechnet sich Sat eben immer noch, selbst wenn ich mir für einen Receiver noch zusätzlich eine HD-Minus-Karte und ein echtes Plus-Modul (Nämlich ein Unicam) zulege.

Moses hat geschrieben:Meiner Meinung nach ein Killerkriterium für Kabel:
Ich kann so viele Endgeräte, wie ich will, an eine Steckdose klemmen. Das ist bei Satanlagen nunmal nicht möglich. Wenn du zwei DVB-S Tuner vernünftig betreiben willst (z.B. in einem Festplattenreceiver), brauchst du auch zwei Kabel zum LNB/Switch (Was "Twin-Coax" im Prinzip ist). Klar, es gibt "Einkabellösungen", aber die sind doch sehr Herstellerspezifisch, wenn man alles vom gleichen Hersteller gekauft hat, dann mag das gehen (weitere Abhängigkeit, Auswahl an Receivern extrem eingeschränkt), aber wünschenswert ist sowas sicherlich nicht.

Das ist so nicht richtig.
Die Kabelnetzbetreiber machen mit ihrer Grundverschlüsselung das Anschließen von "so vielen Geräten wie ich will" selber zunichte, da ich de facto für jedes auch eine weitere Smartcard brauche, so daß die wenigsten in die Verlegenheit kommen werden, z.B. zwei HD-Boxen an eine Buchse klemmen zu wollen. Da kann man auch mit Kartenwechseln nichts retten, da der einzige Vorteil, noch mehr Aufnahmen gleichzeitig, dadurch zunichte wird.

Und mit herstellerspezifisch liegst Du auch daneben:
Unicable ist ein geschützter Markenname der FTA Comunications SARL. Er wird im deutschen Sprachraum häufig gleichgesetzt mit dem europäischen Einkabelstandard engl. Satellite channel router (SCR). Bei Unicable handelt es sich jedoch lediglich um eine zum Standard SCR CENELEC EN50494 kompatible Implementierung des Markeninhabers.

EN50494 wird z.B. beherrscht durch Receivern von Kathrein, Technisat, Humax, ...

Durch Umrüsten einer vorhandenen Sat-Block-Verteilung auf EN50494 würde so aus einer Doppeldose (Twin-Coax halt) eine Anschlußmöglichkeit für X Receiver mit insgesamt 8 gleichzeitig empfangbaren Sendern. Das ist für mich nah genug an "beliebig viele Geräte" an einer Dose. Für wen das nicht der Fall ist, empfehle ich eine verstärkte Beschäftigung mit dem wahren Leben.

Moses hat geschrieben:Ein anderes Kriterium, was wahrscheinlich vielen Kabelkunden gefällt: Solange es noch analoges Kabel gibt, kannst du jeden TV einfach an die Buchse hängen und hast TV. Das ist meiner Meinung nach auch der Hauptgrund für die schleppende Digitalisierung im Kabel und wird sich mit mehr und mehr DVB-C Tunern in den Geräten auch legen. Interessant ist übrigens, dass es relativ wenig Geräte mit eingebauten DVB-S Tunern gibt.

Damit hast Du wahrscheinlich sogar Recht.
Ein Bekannter gehört zu der Klientel: Der ist aus seiner Kindheit noch so sehr mit nicht mehr aktuellen Sat-Problemen geschädigt, daß er nur deshalb noch analoges Kabel hat, weil er um's Verrecken keinen Receiver haben will, weder DVB-S noch DVB-C.
Da werden sich eine Menge Leute in den *rsch beißen, daß sie sich so lange mit Videorekordern und autarken DVD-/Festplattenrekordern für die Aufnahme von analogem Schneegestöber rumgeplagt haben,wenn sie irgendwann so oder so auf digitale PVRs umsteigen "müssen", egal ob die dann mit DVB-C oder DVB-S sind.

Damit wäre aber auch klar: Einen Fernseher einfach so an die TV-Buchse anschließen zu können ist ein Nicht-Argument. Das zählt zwar für die Leute, die sich ihre Panik vor Receivern lieber selbst bestätigen, als sich mal mit dem Stand der Technik zu befassen, aber hier ging es ja ursprünglich nicht um Halb- und Nichtwissen und wie man vermeiden kann, aus der Ahnungslosigkeit herauszukommen, sondern darum, was gemessen an den Fakten besser ist.
Schon ein einfacher Receiver ist - sobald man einmal einen PVR besessen hat - zum Fernsehen de facto unzumutbar, geschweige denn der "Notempfang" über analoges Kabel.
Wir haben das selber durch: Durch Umzug zu Sat gezwungen, einen Twin-Receiver mit PVR gekauft und ab da alles nur noch per Timeshift geguckt. Seitdem wissen wir nicht mehr, für was gerade wie geworben wird, den Komfortgewinn für Aufnahmen mal ganz beiseite gelassen. Danach mußten wir mal im Haus meiner Schwiegermutter auf die Oma aufpassen und da gab es damals eben nur analoges Kabel. Nach maximal 30 Minuten haben wir den Fernseher ausgemacht, bei der zweiten Werbeunterbrechung hingen wir nämlich unter der Decke. Ich habe dann eine Spielekonsole rübergeholt und wir haben gedaddelt, fernsehen geht so einfach gar nicht: Einmal PVR, immer PVR.
PVR sind ein unheilbarer Virus, einmal damit angesteckt, kannst Du nicht mehr ohne! Dafür braucht man kein Fernsehjunkie zu sein: Meine Eltern gucken selten fern, doch seitdem der Sat-Receiver mit PVR bei denen steht ist der Videorekorder achtkantig aus dem Fenster geflogen, Werbung wird nicht mehr geguckt und man kann sich nicht mehr vorstellen, wie man jemals Fernsehen ohne PVR ertragen konnte (Nur Aufnahmen ansehen zu können ist ja auch keine Lösung).
Von daher könnte man die Tuner meinetwegen auch ganz aus den Fernsehern rausschmeißen, HDMI-Eingänge reichen doch völlig.
Somit ist es mir also auch egal, daß ich einen Fernseher analog ans Kabel anschließen könnte, die Frage stellt sich erst gar nicht. Und wenn es doch in Ausnahmefällen mal reichen würde, z.B. weil man im Urlaub nur eben in die Tagesschau reingucken will, dann bringt einen ein 33 EUR-Receiver auch nicht um.

Übrigens gibt es sehr wohl Fernseher ohne Analog-Tuner. Die nennt man dann nur eben stattdessen "Monitor".
Das mit den DVB-S-Tunern ist relativ. Was nutzt Dir der DVB-C-Tuner? Eben, ohne AlphaCrypt-Modul nichts. Und das ist teurer als ein DVB-S-Receiver.

Moses hat geschrieben:Natürlich ist es auch, gerade für Technik-versierte Menschen mit etwas handwerklichem Geschick ein unbestreitbarer Vorteil die komplette Kontrolle über die Anlage zu haben. :) Mir persönlich geht's da so: Ich liebe es rum zu basteln, aber sobald es ans "Kabel ziehen durchs halbe Haus" geht, hört der Spaß auf und die Idee ist begraben. Das ist je nach Haus/Wohnung schon ein immenser Aufwand, den man am besten schon beim Neubau/einer Renovierung mit einplant. Für bestehende Wohnungen/bewohnte Häuser halte ich das schon für sehr schwierig das vernünftig zu machen.

Das kommt auf die baulichen Voraussetzungen an, stimmt aber von der Tendenz her. Deshalb habe ich es ja auch gleich beim Umbau gemacht.
Es wurde praktisch alles vorher berücksichtigt:
  • Sat-Block-Verteilung (Einen Sat-Block (teilweise) auf "Unicable" umrüsten, z.B. um einzelne Dosen aufzupeppen, geht immer, umgekehrt geht es nicht)
  • Verbindung vom Multi-Switch zum BK-Kabelanschluß im Keller, um ggf. BK einspeisen zu können und nach gegenwärtigen Kriterien ist ja der Sat-Block inzwischen auch im BK-Netz angekommen, also die vorgesehene Verteilung
  • Separate Verbindung vom Kabel-Anschluß im Keller zum Büro für Kabel-Internet (Das damals noch gar nicht verfügbar war, bzw. nur mit lächerlichen 10/25/32 MBit/s und eben nur 1 MBit/s Upstream, so daß sich kein echter Vorteil ggü. DSL16000 ergab)
  • Cat 6-Kabel vom Büro in den Keller, für andere Zugangstechniken, die man mir mal in den Keller bohren könnte
Nachträglich macht man in der Tat nicht viel, bzw. man ist schneller vom Sat-Block auf BK als umgekehrt, denn BK ist in der Regel eben als wertloser Baum ausgeführt. Wenn dann Unicable nicht reicht, hat man Pech.
Allerdings kann man oft auch mit einem ungenutzten Kamin-Zug recht viel reißen ... oder bei Vollunterkellerung.
Receiver/TV:
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Re: UM vs Sat

Beitragvon nappi » 27.11.2010, 12:37

Das UM seine Signale über Satelit abgreift ist weiss doch jedes Kind !! nur nie älteren haben keine ahnung und denken das es mit wer weiss was gemacht wird.

SAT ist immer besser wie Kabel :

Man hat neue Sender sofort !
Besseres Bild, im Kabel werden die Signale noch nach bearbeitet

mehr Argumente braucht man nicht !
Es sei denn die Sinnlosverschlüsselung müsste hier noch erwähnt werden oder die Gängelung mit zwangs Receiver oder Straf Gebühr für eine I02 Karte usw......

Kabel TV ist und bleibt ein abzieher, versuchen 2 mal für eine leistungs abzukassieren die eh im Kabel anschluss mit drin sein sollte.

Zu HD+ dieses ist eh schon ausgehebelt !! jede Dream oder HTPC kann ohne gängelung schauen die frage ist aber wer will HD+ ???? nur eine Minderheit und die müssen nun verlängern *g* da wird sich das HD+ die Augen reiben das keine 20 % verlängert.

Das diese sinnlosverschlüsselung nichts bringt sollte man schon aus dem KAbel gelernt haben aber manche lernen es nie !!
ENDLICH SAT TV MIT ALLEN HDTV PROGRAMMEN

Der Kabelanschluss bleibt Aber !!!!!!!!
Da ich zwangsverkabelt Bin

http://www.stupidedia.org/stupi/RTL <--- sollte jeder mal gelesen habe
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Re: UM vs Sat

Beitragvon mischobo » 27.11.2010, 19:52

nappi hat geschrieben:Das UM seine Signale über Satelit abgreift ist weiss doch jedes Kind !!
(...
... natürlich werden auch noch Programme via Sat zugeführt. Allerdings werden immer mehr Sender kabelgebunden zugeführt, wie z.B. die Programme von ARD und ZDF ...
nappi hat geschrieben:SAT ist immer besser wie Kabel :

Man hat neue Sender sofort !
Besseres Bild, im Kabel werden die Signale noch nach bearbeitet

mehr Argumente braucht man nicht !
neue Sender sofort ? Programme wie z.B. Syfy HD, TNT Serie HD, TNT Film HD und Fox HD zeigen, dass dem nicht so ist und es gibt im Kabel auch eine Reihe SD-Programme, die es nicht via Sat gibt.
Alle Sender werden so über Kabel weiterleitet, wie sie von den Snedern zugeführt werden. Nachbearbeitet wird da nichts ...
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Re: UM vs Sat

Beitragvon SpaceRat » 27.11.2010, 23:51

mischobo hat geschrieben:Allerdings werden immer mehr Sender kabelgebunden zugeführt, wie z.B. die Programme von ARD und ZDF ...

Blödsinn, saudämlicher.
Warum, zeige ich Dir gleich.

mischobo hat geschrieben:neue Sender sofort ? Programme wie z.B. Syfy HD, TNT Serie HD, TNT Film HD und Fox HD zeigen, dass dem nicht so ist und es gibt im Kabel auch eine Reihe SD-Programme, die es nicht via Sat gibt.
Alle Sender werden so über Kabel weiterleitet, wie sie von den Snedern zugeführt werden. Nachbearbeitet wird da nichts ...

Also ich kann nicht nachvollziehen, wie man für die o.g. "Premium"-Sender Geld ausgeben kann, ganz ehrlich nicht. Man muß schon in ein solches Forum hier gehen, damit irgendjemand diese Sender kennt, geschweige denn als wichtig benennt. Die Wahrscheinlichkeit, daß sie unter normalen Leuten überhaupt einer kennt wäre nämlich nahe Null.

TNT Serie ... ich krieg mich nicht mehr ein ...

Aber wenn wir schon bei Pay TV sind:
Sage und schreibe einen einzigen der 11 sky-HD-Sender kriegen UM-Kunden rein. Herzlichen Glückwunsch.

Eine weitere Glanzleistung von UM im Blick auf TV ist es dann noch, daß es UM nicht hinkriegt, passend zur Kabelregion auch den richtigen WDR einzuspeisen. Sage und schreibe vier Regionalprogramme des Ostdeutschen Rundfunks (MDR Sachsen, MDR Sachsen-Anhalt, MDR Thüringen und MDR Mecklenburg-Vorpolen) speist Unitymedia tief im Westen, wo die Sonne verstaubt ins Kabel ein.
Aber schau mal in Aachen über Kabel den WDR Aachen ... das geht durchaus ... aber eben nur analog.
Ganz ernsthaft, extra für Unitymedia-TV-Opfer gibt es diese Seite. Ein Armutszeugnis.

Und damit wären wir bei dem Punkt, wieso Deine Aussage von vorhin saudämlicher Blödsinn ist (Und das ist noch freundlich umschrieben):

Unitymedia holt sich schlichtweg Transponder 85
- RBB Brandenburg
- RBB Berlin
- NDR Fernsehen
- NDR Hamburg
- NDR Niedersachsen
- NDR Schleswig Holstein
- MDR Sachsen
- MDR Sachsen-Anhalt
- MDR Thüringen
- Südwest Fernsehen Rheinland-Pfalz
und Transponder 71
- Das Erste
- Bayerisches Fernsehen Süd
- Hessen Fernsehen
- Bayerisches Fernsehen Nord
- WDR Fernsehen Köln
- Südwest Fernsehen Baden-Würtemberg
und Transponder 51
- EinsExtra
- EinsFestival
- EinsPlus
- arte
- Phoenix
und ggf. noch weitere Astra-Transponder rein, nicht aber Transponder 111
- WDR Fernsehen Köln (Ist aber auf 71 vorhanden)
- WDR Studio Aachen
- WDR Studio Bonn
- WDR Studio Duisburg
- WDR Studio Wuppertal
und auch nicht Transponder 101
- WDR Studio Bielefeld
- WDR Studio Dortmund
- WDR Studio Düsseldorf
- WDR Studio Essen
- WDR Studio Münster
- WDR Studio Siegen
- Radio Bremen TV
- Eins Festival HD

Da muß man schon reichlich naiv sein, wenn einem nicht auffällt, daß die bei UM eingespeisten ARD-Sender rein zufällig ganz exakt kompletten Transpondern entsprechen und zwar sowohl die unwichtigeren vorhandenen (Zig MDR, NDR, beide Bayern ...), als auch die fehlenden, nämlich Radio Bremen TV, alle WDR-Lokalzeiten außer Köln und EinsFestival HD ...

Aber ich leg noch einen drauf, noch mal zur Erinnerung Transponder 71:
- Das Erste
- Bayerisches Fernsehen Süd
- Hessen Fernsehen
- Bayerisches Fernsehen Nord
- WDR Fernsehen Köln
- Südwest Fernsehen Baden-Würtemberg
und zum Vergleich, die digitalen Sender auf Unitymedia, Kanal S34:
- Das Erste
- Bayerisches FS Süd
- hr-Fernsehen
- Bayerisches FS Nord
- WDR Köln
- SWR Fernsehen BW
Na hoppla ... ein Schelm ...

Spannend übrigens auch, daß Unitymedia sechs Sender, die auf Astra jeweils 15 MBit/s haben, zusammen mit 27 Radiosendern in nur einen Kanal kriegt ... so ganz ohne Nachbearbeitung.
Bei mir sind 6x15 MBit/s 90 MBit/s, die 27 Radiosender a 320kBit/s ergeben nochmal 8,4 MBit/s. Sage und schreibe 98,4 MBit/s kriegt Unitymedia in die 51 MBit/s gepreßt, die mit QAM-256 pro Kanal möglich sind, ganz ohne Nachbearbeitung. Respekt.
Ja, die 15 MBit/s sind variabel und es werden wahrscheinlich selten alle 6 Sender gleichzeitig die maximale Bitrate nutzen, aber Fakt ist nun einmal: Es steht insgesamt nur gut die Hälfte an Gesamtübertragungsrate zur Verfügung. Jedenfalls sind die o.g. sechs Fernsehsender auf Astra alleine auf einem Transponder (1 Transponder = 40 MHz Bandbreite), bei UM teilen sie sich einen Kanal noch zusätzlich mit Radiosendern (1 Kanal = 8 MHz Bandbreite).

Womit wir zur Auflistung von Sendern kommen, die im Kabel fehlen:
- passendes Regionalfenster ausgerechnet des Senders, der für die Region zuständig ist (Außer, man wohnt zufällig in Köln)
- EinsFestival HD
- 10 sky-HD-Sender
- ...
- ........
- .........

Und für die Lokalzeit des Dritten Programms kenne ich, im Gegensatz zu TNT Serie, axn und ähnlichem Gelumpe, mehrere Leute, die sie nutzen.
Da schaltet nämlich fast jeder hin, wenn grad irgendwas los ist, was für überregionale Sender zu banal ist, einen selber aber was angehen könnte ...
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Re: UM vs Sat

Beitragvon Neukundenrabatt » 28.11.2010, 00:13

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Re: UM vs Sat

Beitragvon SpaceRat » 28.11.2010, 00:17

[quote="mischobo"][/quote]
Bzgl. Deiner Sig: "Zwangsverkabelt" zu sein kann aber auch Vorteile haben:

Ich würde mir UM-TV durchaus antun, aber nur zusätzlich zu Sat und nur als Inklusivleistung zu meinem Internet oder vielleicht noch zum Preis für Zwangsverkabelte (Also 3,90 EUR/mtl.). Ich müßte dafür aber 17,90 EUR extra bezahlen, da ich Einzelkunde bin. Dafür können die mich gepflegt bei Mondenschein besuchen.

Warum ich es mir antun würde? Nun, wegen der normalen Sender ganz sicher nicht, die krieg ich günstiger, besser, vollständiger (Also inkl. Einsfestival HD und WDR Aachen) und letztlich unterm Strich sogar ausfallsicherer per Sat rein und zwar mit so vielen Receivern, wie ich will und nicht nur mit so vielen, wie ich bei UM an "DumbCards" bezahle.
VoD würde ich mir aber u.U. gönnen und damit verdienen die wohl im Endeffekt sogar mehr Geld. Faktisch habe ich den Kabelanschluß doch eh schon und muß ihn gar nicht bezahlen, weil ich ihn nur wegen des Internets habe. Was spricht dann dagegen, mir für den normalen Receiver-Preis auch einen solchen zu überreichen, damit ich mit VoD Umsatz generieren kann?

Meiner Schwiegermutter habe ich UM-TV sogar angedreht, aber bei ihr sieht die Rechnung auch ganz anders aus.
Mal abgesehen davon, daß sie keine Schüssel montieren darf, DVB-T hier in der Region Aachen nur im Testbetrieb läuft (Keine richtigen Sender, nur öffentlich-rechtliche) und DVB-T sowieso der letzte Rotz ist, ist sie eben auch zwangsverkabelt und muß 3,90 EUR/mtl. sowieso bezahlen. Da sie auch immer nur einen analogen Telefonanschluß hatte, reicht UM-Telefonie und somit war am Ende 3play bei ihr ein Schnäppchen:
Einen Telefonanschluß kriegt man nicht unter 16,37 EUR/mtl. (Call Plus anal) und da ist noch keine Minute mit telefoniert. Selbst wenn man die 3,90 EUR/mtl. für die Kabel-Zwangsbeglückung voll mitrechnet: Für 17,53 EUR (Differenz zwischen Call Plus und dem kleinsten UM 3play+PVR) bezahlst Du lange an einer Sat-Anlage und einem PVR-Receiver ab, wenn Du für das Geld auch noch relativ ausgiebige und häufige Telefonate bezahlen sollst.
Gut, da sie auch keine Schüssel montieren darf, blieb eh keine andere Wahl, aber für 30 EUR bzw. 33,90 EUR ist 3play schon relativ fair.

Aber das ist eben auch eine ganz andere Rechnung als für einen Vollzahler, der für den nackten Kabelanschluß schon 17,90 EUR mtl. zahlen müßte und auch mit Telefon/Telefon Plus nichts anfangen kann ...
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Re: UM vs Sat

Beitragvon Matrix110 » 28.11.2010, 10:39

Ich poste dazu mal:

ARD Digital: Derzeit übernehmen Unitymedia, Kabel Baden-Württemberg und Net Cologne die ARD-Programme über das KCC.

DF: Welche Vorteile bietet das KCC für die Kabelnetzbetreiber?

ARD Digital: Es werden witterungsunabhängig drei fertig konfigurierte Multiplexe zur Weitersendung der ARD-Programme in DVB-C 256QAM Kabelkanälen am Übergabepunkt bei der Fa. Ancotel in Frankfurt am Main bereitgestellt. Diese enthalten neben Das Erste HD auch die SDTV-Programme sowie die digitalen Hörfunkangebote der ARD.


Was ARD hier einspeist kann UM nicht beeinflussen und dürfen sie auch nicht, bei anderen Sendern mag es anders sein.
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